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Mobbing & Burnout >> Mobbing >> Infos rund um Mobbing

Was ist Mobbing?

Mobbing ist kein Einzelschicksal, sondern spiegelt die Alltagsrealität im Arbeitsleben wider. Studien belegen, dass eine Vielzahl von Beschäftigten darunter leidet und Mobbing besonders dann auftaucht, wenn die Arbeitsbedingungen schlecht sind.

Mobbing verursacht nicht nur erhebliche gesundheitliche Schäden für die Betroffenen, sondern auch hohe betriebswirtschaftliche Kosten.

Mobbing ist nicht nur ein Thema für die Führungsetage und die sozialwissenschaftliche Forschung, sondern auch für den betrieblichen und staatlichen Arbeitsschutz.

Mobbinghandlungen nach Häufigkeit des Auftretens

(Mobbing-Report 2002)

Definition und Merkmale
"To mob" bedeutet so viel wie anpöbeln, schikanieren, attackieren, angreifen, drangsalieren. Für tyrannisierendes Verhalten von Vorgesetzten werden mittlerweile die Bezeichnungen "bullying" oder "bossing" verwandt. "Mobbing", Ende der 80er Jahre von dem schwedischen Arbeitspsychologen Heinz Leymann eingeführt, bezeichnet schikanöses Verhalten am Arbeitsplatz.

Vereinzelte Unverschämtheiten und Beleidigungen gelten nicht als Mobbing. Kennzeichnend für Mobbing sind folgende Merkmale:

Mobbing ist...

  • eine ausgeprägt-feindselige Haltung gegenüber den Betroffenen, die weit über ein schlechtes Betriebsklima hinausgeht.
  • wenn die feindseligen Verhaltensweisen lang andauern und sich immer wiederholen.
  • wenn sich Angriffe und Schikanen, gezielt und nicht zufällig, auf eine bestimmte Person oder Gruppe richten. Das Ziel: Deren Würde und Integrität systematisch zu untergraben.
  • wenn sich die Betroffenen zunehmend außerstande fühlen, sich dagegen zur Wehr zu setzen und das Geschehen positiv mitzubestimmen.
  • heimtückisch, da die einzelnen Handlungen für sich betrachtet banal erscheinen. Dies erschwert nicht nur die Beweisführung vor Gericht, sondern macht es Betroffenen auch schwer, Mobbing frühzeitig zu erkennen. Oft merken sie erst sehr spät, dass sie in einen Mobbingkonflikt verwickelt sind.
  • sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz. Sie kann durch das Beschäftigtenschutzgesetz von 1994 sanktioniert werden. Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz berechtigt Beschäftigte sogar dazu ihre Tätigkeit am Arbeitsplatz einzustellen wenn sie sexuell belästigt werden (AGG §14) .

Stellvertretend für eine Vielzahl von Definitionen von Mobbing sei diejenige von Zapf zitiert:

"Mobbing beinhaltet, dass jemand am Arbeitsplatz von Kollegen, Vorgesetzten oder Untergebenen schikaniert, belästigt, drangsaliert, beleidigt, ausgegrenzt oder beispielsweise mit kränkenden Arbeitsaufgaben bedacht wird und der oder die Mobbingbetroffene unterlegen ist. Wenn man etwas als Mobbing bezeichnen möchte, dann muss dies häufig und wiederholt auftreten (z. B. mindestens einmal pro Woche) und sich über einen längeren Zeitraum erstrecken (mindestens ein halbes Jahr). Es handelt sich nicht um Mobbing bei einmaligen Vorfällen. Es handelt sich auch nicht um Mobbing, wenn zwei etwa gleich starke Parteien in Konflikt geraten." Zapf, 1999

 

Mobbing macht krank und Mobbing ist teuer!

 

Mobbing & Burnout

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