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Mobbing & Burnout >> Mobbing >> Infos rund um Mobbing
Mobbing kommt aus drei Richtungen:
Von oben nach unten
Dem Mobbing-Report (BAuA 2003) zufolge sind Führungskräfte zu über 50 % an Mobbing beteiligt. (38,2 % Vorgesetzte alleine, in 12,8 % zusammen mit Kollegen/innen). Hinzu kommt, dass es immer noch Vorgesetzte gibt, die Mobbing-Probleme eher aussitzen denn aktiv angehen.
Von gleich zu gleich
Laut Mobbing-Report (BAuA 2003) gehen 42,4 Fällen geht Mobbing vom Kollegenkreis aus, und war in 22,3 % von einzelnen Kollegen/Kolleginnen, in 20,1 von einer Gruppe von Kollegen/Kollleginnen)
Von unten nach oben
Weit seltener wird "von unten nach oben" gemobbt. Geschieht es doch, sind vorwiegend neue Vorgesetzte das Ziel. Dies ist nach dem Mobbing-Report (BAuA 2003) in 2,3 % der Fall.
Geschlechtsspezfische Aspekte von Mobbing
Männer mobben anders...
Männer bedienen sich häufig "rationaler Methoden", die vielfach eine Machtposition voraussetzen: Sie weisen demütigende Arbeiten zu, kritisieren überzogen und ungerechtfertigt, verweigern Informationen. Männer versuchen eher, das berufliche Ansehen zu schädigen.
...als Frauen
Frauen bevorzugen "emotionale Methoden": Sie setzen Gerüchte in die Welt, spielen auf Privatleben und Aussehen an, machen lächerlich und brechen Gespräche ab. Frauen versuchen eher, das soziale Ansehen zu schädigen.
Frauen mobben Frauen
Zwei Drittel aller Mobbingopfer sind, deutschen Studien gemäß, Frauen. Die Auswertung des ver.di-Beratungstelefons seit 1993 ergab sogar, dass neun von zehn Anrufen von Frauen kamen. Dieser Befund ist jedoch mit Vorsicht zu interpretieren: Zum einen waren Frauen bei den Studien überproportional vertreten, zum anderen wenden sich Frauen bei Problemen, die oft aus Scham verheimlicht werden, eher nach "außen", um sich Hilfe zu holen.
(Was können Gleichstellungsbeauftragte gegen Mobbing tun?)
Männer mobben Männer
Internationale Studien kommen übereinstimmend zu dem Ergebnis, dass Frauen eher von Frauen und Männer von Männern gemobbt werden. Frauen werden aber auch häufig von Männern (Vorgesetzte sind überwiegend Männer) gemobbt. Dass Männer ausschließlich von Frauen gemobbt werden, geschieht seltener als dass Frauen Männer schikanieren.
Mögliche Erklärungen für geschlechtsspezifische Unterschiede:
- im Arbeitsleben arbeiten Frauen öfter mit Frauen, Männer öfter mit Männern zusammen
- Frauen arbeiten häufiger an hierarchisch niedrigeren Arbeitsplätzen und in prekären Arbeitsverhältnissen, die ein höheres Mobbingrisiko tragen
- Frauen sind eher bereit, über Probleme am Arbeitsplatz zu sprechen und sich externe Hilfe zu holen
In welchen Berufen wird gemobbt?
Die Mobbing-Branchen
Deutsche Studien (Zapf 1999, Mobbing-Report 2003) haben ergeben, dass Mobbing überdurchschnittlich häufig im Gesundheits- und Sozialwesen vorkommt, gefolgt von der allgemeinen und öffentlichen Verwaltung, dem Erziehungsbereich und dem Finanzdienstleistungssektor.
Folgende Berufsgruppen tragen ein hohes Mobbingrisiko (Mobbing-Report 2003)
- Soziale Berufe (Sozialarbeiter/innen, Erzieher/innen): 2,8-faches Risiko
- Fachleute, Verkaufspersonal aus Banken, Sparkassen, Versicherungen: 2,0-faches Risiko
- Techniker/innen: 1,8-faches Risiko
- Gesundheitsberufe: 1,6-faches Risiko
- Informatiker/innen: 1,5-faches Risiko
- Büroberufe, kaufmännische Angestellte: 1,3-faches Risiko
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