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Mobbing & Burnout >> Burnout >> Betroffene

Was kann man am Arbeitsplatz machen?

Um Wege aus dem Burnout zu finden und zu gehen, sind Überlegungen notwendig, das Problem am Arbeitsplatz anzugehen und zu thematisieren, obwohl dies nicht ganz leicht ist. Dazu gehört, über Burnoutrisiken zu sprechen. Die Interessenvertretungen der Beschäftigten sind die richtigen Partner, die auch Möglichkeiten haben, Maßnahmen gegen psychosoziale Belastungen zu initiieren und zu fordern.

Über Burnout reden
Im Kollegenkreis allgemein über Stress zu klagen, scheint ein weitverbreitetes Ritual zu sein. Sich selbst Gestresstsein und Stressreaktionen einzugestehen und wirklich etwas dagegen zu unternehmen, ist da schon weit schwieriger. Erschöpfung und Burnout im Betrieb zur Sprache zu bringen, erfordert Mut oder erheblichen Leidensdruck. Wer ausgebrannt ist, gilt als Versager. Aktiver Gesundheitsschutz im Betrieb muss auf die Mitwirkung der Beschäftigten setzen und beginnt mit der Überwindung der "Sprachlosigkeit": Es gilt, offen über psychische und physische Überlastung und ihre betrieblichen Ursachen zu sprechen und Belastungen und Erschwernisse am Arbeitsplatz nicht mehr so ohne weiteres hinzunehmen.

Betriebs- /Personalrat und Frauenbeauftragte ansprechen
Die betriebliche Interessenvertretungen und alle Arbeitsschutzzuständigen können Burnout auf ihre Arbeitsagenda setzen. Abgesehen von ihrer Pflicht, darüber zu wachen, dass Arbeitsschutzregelungen eingehalten werden, steht es auch in ihrer Macht, aktive Gesundheitsförderung einzufordern und Verbesserungen vorzuschlagen. Das setzt natürlich voraus, die Belastungen, Gesundheitsbeschwerden und Probleme am Arbeitsplatz zu kennen. Beschäftigte können dazu beitragen, indem sie ihre Interessenvertretung über ihre Sorgen informieren.

Gesundheitszirkel und -teams anregen und sich engagieren
Seit Jahren bieten Gesundheitszirkel die Möglichkeit für Beschäftigte, über gesundheitliche Probleme am Arbeitsplatz in aller Offenheit zu sprechen. Unter Anleitung werden gemeinsam realistische und praktikable Lösungen erarbeitet. Themen solcher Gesundheitsteams können psychische Belastungen und Burnout sein. Um langfristig etwas zu bewirken, müssen vor allem die belastenden Arbeitsbedingungen zur Sprache kommen und Verbesserungsvorschläge erarbeitet werden. Gibt es Widerstand von Seiten des Arbeitgebers, sollten sich die Beschäftigten davon nicht entmutigen lassen. Nur wenn die Beschäftigten gemeinsam gegen unzumutbare Arbeitsbedingungen vorgehen, kann dagegen etwas unternommen werden. Information können sich Beschäftigte bei ihren Gewerkschaften, Interessenvertretungen, Berufsgenossenschaften und Krankenkassen besorgen.

Stressmanagement trainieren
Dauerstress kann in Burnout enden. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, sind Trainings in Stressmanagement hilfreich. In derartigen Seminaren – die vielfach auch vom Arbeitgeber angeboten werden – eröffnet sich die Möglichkeit, angemessener mit Stress umzugehen und eigene stressverstärkende Einstellungen und Verhaltensweisen zu überprüfen. Derartige Qualifizierungen können zudem ein Anstoß sein, offensiv und gezielt arbeitsorganisatorische und soziale Veränderungen einzufordern.

Das eigene Arbeitsverhalten und Arbeitspensum überprüfen
Müssen alle Arbeiten hundertprozentig gemacht werden oder genügen (arbeitswissenschaftlichen Erkenntnissen zufolge) bereits 80 %? Ist man wirklich für alles, was in der Abteilung, im Team passiert und gemacht werden muss, verantwortlich? Ist das Arbeitspensum wirklich nicht während der Arbeitszeit zu schaffen und geht man tagtäglich mit dem Gefühl, wieder viel Unerledigtes hinter sich zu lassen, in den Feierabend? Eine Zeitplanung kann helfen, das Gefühl, den Arbeitsanforderungen nicht gewachsen zu sein, zu reduzieren. Eine Überprüfung der Einstellung zur Arbeit und zur Arbeitsweise kann dazu helfen, eine gesunde Distanz zur Arbeit herzustellen.

Mobbing & Burnout

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