Präventionsportal Startseite_

Schnellnavigation (wichtige Links und Hilfe)

Inhalt der Seite

Mobbing & Burnout >> Burnout >> Infos rund um Burnout

Wie verläuft Burnout?

Ein Burnoutsyndrom entwickelt sich prozesshaft, meist über einen Zeitraum von mehreren Jahren. Die Betroffenen durchleben dabei unterschiedliche Phasen mit vielfältigen Konsequenzen für sich und ihre Umwelt. Was anfangs noch ganz positiv mit viel Engagement und Enthusiasmus beginnt, kann in Überengagement und Überforderung umschlagen. Die Folgen stellen sich schleichend ein: Raubbau an Körper, Geist und Seele.

Besonders schwierig ist es, die Symptome der ersten Phase zu erkennen, da die Übergänge von engagierter Arbeit zu Überlastungen und Überforderungen fließend sind.

Wichtigstes Korrektiv, um aus diesem Teufelskreis zu entkommen ist es, die Krankheit und ihre Signale zu erkennen, sie zu akzeptieren, d. h. sich selbst einzugestehen.

Die Phasen des Ausbrennens:

  • Warnsignale – Erste Erschöpfungsmerkmale und Unzufriedenheit
    Arbeit macht Spaß und stärkt das Selbstwertgefühl. Arbeit ist wichtig, Mehrarbeit kein Thema und persönliche Wünsche und Bedürfnisse rangieren an zweiter Stelle. Berufliche Anforderungen sind persönliche Herausforderungen. Alles ist zu schaffen, die körperliche, geistige und seelische Leistungsfähigkeit wird nicht angezweifelt. Doch nach manchmal jahrelangen Höchstleistungen zeigen sich erste Erschöpfungsmerkmale, die man durch noch größere Anstrengungen "auszugleichen" versucht. Dennoch machen sich Gefühle der Unzufriedenheit in immer kürzer werdenden Zeitabständen bemerkbar und verdichten sich.
  • Wachsende Selbstzweifel – Der Arbeitseifer nimmt ab
    In dieser Phase verändert sich die Einstellung zur Arbeit. Gefühle des Überdrusses werden stärker, Arbeitseifer und Engagement nehmen ab. Auch die Einstellung zu Kunden und Klienten wie auch zu Kollegen verändert sich schleichend: Sie werden als fordernd und anspruchsvoll erlebt. Aus Sympathie und Anteilnahme werden Distanz und wachsende Abneigung. Der Verdienst, der anfangs eine eher untergeordnete Rolle spielte, wird zunehmend wichtiger und scheint in keinem Verhältnis zu der geleisteten Arbeit zu stehen. Gleichzeitig gewinnt das Gefühl die Oberhand, die Dinge nicht mehr richtig im Griff zu haben. Gefühle der Unzufriedenheit wechseln mit depressiven Verstimmungen und wachsenden Selbstzweifeln. Generell verringert sich die psychische und soziale Belastbarkeit. Eigene Wünsche und soziale Beziehungen werden noch stärker vernachlässigt, dafür wird zunehmend öfter zu Genuss- und Beruhigungsmitteln gegriffen.
  • Gleichgültigkeit gegenüber Arbeit und anderen Menschen
    Motivation, Konzentration und Leistungsfähigkeit nehmen ständig weiter ab und münden in einem starken Gefühl der emotionalen und sozialen Leere. Die Betroffenen fühlen sich ausgehöhlt, ausgezehrt und nutzlos und dem Arbeitsalltag kaum noch gewachsen. Versagensängste überschatten den Tag, verleiten dazu, sich von anderen zurückzuziehen. Ein Gefühl des Scheiterns und der Gleichgültigkeit gegenüber Arbeit und anderen Menschen (Kunden, Klienten, Kollegen) wird zur dominierenden Stimmungslage (=Depersonalisation). Psychosomatische Reaktionen (Verspannungen, Magenprobleme, chronische Müdigkeit mit Schlafstörungen etc.) verschlimmern das psychische Befinden, unterhöhlen Leistungsvermögen und Arbeitskraft und führen immer tiefer in einen Zustand der Verzweiflung.
  • Depression und Verzweiflung
    Das Leben erscheint angesichts totaler geistiger, emotionaler und körperlicher Erschöpfung sinnlos und leer. Depression und Verzweiflung überschatten alles, Selbstmordgedanken tauchen auf. Diese Situation ist lebensbedrohend, professionelle medizinische und therapeutische Hilfe dringend geboten.

 

Mobbing & Burnout

ver.di Bildungswerk Hessen e. V.
Wilhelm-Leuschner-Straße 69-77
60329 Frankfurt
Fon: 069/25 69-19 04
ver.di Hessen

 

Sprunglinks