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Mobbing & Burnout >> Mobbing >> Infos rund um Mobbing

Warum wird gemobbt?

Mobbing hat viele Ursachen: Innerhalb einer Organisation sind sie auf allen Ebenen zu finden - in der Abteilung, der Arbeitsgruppe, in der Person des "Täters" wie auch in der Person des "Opfers".

Mobbing-Ursachen lassen sich nicht immer eindeutig zuordnen. Sie bedingen und beeinflussen sich wechselseitig, ein Ursachengefüge entsteht.

Bei Mobbing spielen gerade auch "Rahmenbedingungen" wie wirtschaftliche Lage, Umstrukturierungs- und Rationalisierungsprozesse, Arbeitsmarktlage eine wichtige Rolle. Mobbing hat in denjenigen Betrieben und Verwaltungen kaum Chancen, wo der Mensch im Mittelpunkt steht.

Fast immer sind an Mobbingkonflikten sowohl personen- als auch betriebsbezogene Faktoren und Auslöser beteiligt. So sind denn auch zwischenmenschliche Konflikte, die zu Mobbing eskalieren, immer auf dem Hintergrund belastender und problematischer Arbeitssituationen zu sehen. Es sind vor allem Mängel in der Arbeitsorganisation, Unzulänglichkeiten in der Gestaltung der Arbeitsinhalte und Defizite in der Organisation kommunikativer und sozialer Prozesse, die die Entstehung von Konflikten und Mobbingprozessen begünstigen und fördern.

Die Ursachen von Mobbing:

Unternehmenstruktur / soziale Prozesse:
Ungesunde übertriebene Wettbewerbsstrukturen in der Arbeitsgruppe bzw. im Unternehmen, Ellbogenmentalität, schlechtes Betriebsklima, fehlende soziale Unterstützung durch Kollegen und Vorgesetzte, Tadelkultur, Rationalisierungsmaßnahmen, Outsourcing, mangelnde Kooperation.

Arbeitsorganisation:
Chronischer Personalmangel, geringe Handlungsspielräume, arbeitsorganisatorische Probleme, unklare Aufgabenverteilung und Unklarheiten in der Arbeitsorganisation, diffuse Zuständigkeiten, fehlende Arbeitsplatzbeschreibung, schlechter Informationsfluss, mangelnde Transparenz bei Entscheidungen, starre Hierarchien, unsinnige Bürokratie, Umstrukturierungsmaßnahmen und Stellenabbau, unvorbereitete Rationalisierungsmaßnahmen, stark schwankende Arbeitsbelastungen, belastende Arbeitszeiten (z.B. Schichtdienst).

Gestaltung der Arbeitsinhalte und -bedingungen:
Geringe Handlungsspielräume, Überforderung, Stress, Unterforderung, Monotonie, Personalmangel, Leistungsdruck, Arbeitsverdichtung, Multitasking, schlechter Informationsfluss.

Führungsverhalten:
Führungsprobleme, Defizite im Führungsstil, fehlende Gesprächsbereitschaft, unzureichendes Konfliktmanagement und mangelhafte Konfliktlösungskompetenzen auf Seiten der (Führungs-)Personal, Abwälzung von Verantwortung, Hierarchisches Denken, schlechter Kommunikationsstil.

Mobbing kann deshalb auftreten, wenn...

...es an der Arbeitsorganisation im Unternehmen krankt. Der Wandel in der Arbeitswelt ist rasant – technisch wie organisatorisch. Arbeitsverdichtung, geringe Handlungs- und Entscheidungsräume, Personalmangel und Unterbesetzung produzieren Stress. Auf Dauer führt Stress zu Arbeitsunzufriedenheit, Resignation verschlechtert das Betriebsklima. Mangelt es an Zeit, sich mit Kollegen und Kolleginnen auszutauschen, so kann dies den kollegialen Zusammenhalt schwächen und Konkurrenz und Intrigantentum die Türen öffnen.

...Umorganisationen und Neustrukturierungen anstehen. Das bringt Verunsicherung und Sorge um den Arbeitsplatz mit sich und kann Mobbingtendenzen auslösen und begünstigen. Mobbing eröffnet so manchem Vorgesetzten die Chance, unliebsame Beschäftigte loszuwerden bzw. den Personalabbau zu beschleunigen. Unter Kollegen und Kolleginnen kann Mobbing auch der Versuch sein, die "eigene Haut" zu retten. In wirtschaftlichen Krisenzeiten scheint diese Ellenbogenmentalität Mobbingverhalten zu produzieren.

...das Führungsverhalten nicht stimmt. Führungskräfte müssen sich auch heute noch vor allem durch ihre fachliche Eignung auszeichnen. Ihre soziale Kompetenz, unabdingbare Voraussetzung für motivierte, zufriedene und produktive Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, ist dagegen wenig im Blick. Führungskräfte, die Konflikten ausweichen, sie ignorieren oder als "individuelles" Problem der Beschäftigten abtun, verschärfen die soziale Auseinandersetzung am Arbeitsplatz und tragen auf diese Weise dazu bei, dass sich Mobbingstrukturen herausbilden.

..ein schlechtes Betriebsklima herrscht. Eine gespannte Arbeitsatmosphäre begünstigt es, für Arbeitsprobleme und Pannen einen "Sündenbock" zu suchen. Als "Sündenbock" eignen sich Personen, die auf irgendeine Weise als "anders" gelten.

Fast immer sind an Mobbingkonflikten sowohl personen- als auch betriebsbezogene Faktoren und Auslöser beteiligt. So sind denn auch zwischenmenschliche Konflikte, die zu Mobbing eskalieren, immer auf dem Hintergrund belastender und problematischer Arbeitssituationen zu sehen. Es sind vor allem Mängel in der Arbeitsorganisation, Unzulänglichkeiten in der Gestaltung der Arbeitsinhalte und Defizite in der Organisation kommunikativer und sozialer Prozesse, die die Entstehung von Konflikten und Mobbingprozessen begünstigen und fördern.
 

 

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