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Was können Gleichstellungsbeauftragte tun?

Sprechstunden einrichten und Gesprächsangebote formulieren
Gleichstellungsbeauftragte sollten einen Blick entwickeln und ein offenes Ohr haben für stark belastete Kolleginnen und Kollegen. Es gibt eine Reihe von Hinweisen im Verhalten und in der Arbeit, die dafür sprechen, dass jemand außerordentlich beansprucht ist und möglicherweise Hilfe und Unterstützung benötigt. Gleichstellungsbeauftragte können auf die Betroffenen zugehen und (vertrauliche) Gespräche anbieten. In diesen sensiblen Gesprächen geht es darum, offen über die Arbeitssituation zu sprechen und dabei auf "Zwischentöne" zu achten, die Burnoutsymptome andeuten. Diese Gespräche erfordern ein hohes Maß an Behutsamkeit und Taktgefühl, da hier äußerst sensible Bereiche berührt werden. Gemeinsam können dann in diesen Gesprächen auch Lösungswege entwickelt und geplant werden.

Zur Anerkennung von Leistungen von Frauen (und Männern) beitragen
Anerkennung für berufliche Arbeit und Leistungen sind eine wesentliche Voraussetzung dafür, Burnout vorzubeugen bzw. zu unterbrechen. Frauen sind überdurchschnittlich häufig in niedrigeren beruflichen Positionen und prekären Beschäftigungsformen, die mit geringerer Anerkennung einher gehen. Vorenthaltene Anerkennung führt auf Dauer zu Frustrationen und Unzufriedenheit und kann Burnoutsymptomen Vorschub leisten. Wenn sich Beauftragte auch dafür zuständig fühlen, Leistungen und Erfolge öffentlich zu machen, können sie Beschäftigte darin bestärken, ihre Arbeit positiv zu bewerten und auch Anerkennung einzufordern.

Vereinbarkeit von Beruf und Familie vorantreiben
Die beste Burnoutprävention ist ein wohl ausbalanciertes Gleichgewicht zwischen Beruf und Familie. Familienbewusste Unternehmen, die ihre Mitarbeiterinnen und in zunehmendem Maße Mitarbeitern familienfreundliche Arbeitszeiten anbieten, handeln nicht nur im wirtschaftlichen Eigeninteresse: sie kommen auch ihrer gesetzlich verankerten Gesundheitsschutzverantwortung nach: zufriedene Mütter und Väter danken es ihnen mit niedrigen Burnoutrisiken. Gleichstellungsbeauftragte haben hier ein wichtiges Handlungsfeld, in dem sie gemeinsam mit der Interessenvertretung wesentlich dazu beitragen können, Burnoutgefährdungen im Betrieb abzuwehren.

Kooperation mit Interessenvertretung und Arbeitsschutzverantwortlichen
Die besten Resultate bei der Verbesserung der Arbeitsbedingungen, beim betrieblichen Arbeitsschutz und der Gesundheitsförderung werden dann erzielt, wenn alle Beteiligten im Betrieb zusammen arbeiten: Gleichstellungsbeauftragte können hier bei der Behandlung der Thematik wertvolle Hinweise auf Burnoutfaktoren geben, die auf geschlechtsspezifischen Differenzen basieren.

 

Mobbing & Burnout

ver.di Bildungswerk Hessen e. V.
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ver.di Hessen

 

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